Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#1 von Webmaster , 28.01.2009 22:21

Eines gleich vorweg: Die Bank of Scotland ist nicht zu verwechseln mit der in letzter Zeit in den Medien durch eher negative Schlagzeilen aufgefallenen Royal Bank of Scotland.

Wer ist die Bank of Scotland?
"The Governor and Company of the Bank of Scotland", so lautet der volle Name der vorwiegend in Schottland tätigen Geschäftsbank mit Sitz in Edinburgh. Seit 2007 gehört die Bank zur Lloyd Finanzgruppe. Seit Juli 2008 hat die Bank eine Niederlassung in Berlin.

Das Angebot: Ein klassisches Tagesgeldkonto
Mit dem aktuellen Angebot der Bank of Scotland , einem Tagesgeldkonto mit 4,5 %iger Verzinsung, katapultiert sich das Institut gleich ganz nach vorne in unserem Zinsvergleich. Das Tagesgeldkonto benötigt keine Mindestanlage und die Verzinsung gilt ab dem 1. Euro. Für Beträge ab 500.000,00 Euro behält sich die Bank abweichende Konditionen vor. Als Besonderheit darf das Zahlungssystem benannt werden, welches vom TÜV Saarland als besonders sicher eingestuft wurde.

Die Sicherheit: Es gilt die britische Einlagensicherung!
Der Schock vieler deutscher Anleger sitzt noch tief: Seit der Pleite der mit einer Niederlassung in Deutschland vertretenen isländischen Kaupthing Edge Bank fragen Anleger vermehrt nach der Einlagensicherheit - insbesondere bei ausländischen Anbietern, die lediglich mit einer Niederlassung in Deutschland vertreten sind und somit von der deutschen Einlagensicherung und der Staatsgarantie ausgeschlossen sind. Dies trifft auch bei der Bank of Scotland zu: Im Falle einer Pleite darf sich der deutsche Sparer an die britische Einlagensicherung wenden. Einlagen sind bis zu einem Gegenwert von 50.000,00 britischen Pfund abgesichert.

Im Falle der isländischen Kaupthing Edge Bank warten Anleger bis heute auf den Auszahlungsbetrag der isländischen Einlagensicherung. Allerdings ist hier zu betonen, dass der isländische Staat quasi bankrott ist - was man vom britischen Staat nicht unbedingt behaupten kann. Insofern gibt es für mich keinen Grund an der Seriösität der britischen Einlagensicherung zu zweifeln.

Fazit: Hohe Zinsen? Gibt es doch auch in Deutschland.
Wir geben zu: Das Angebot ist verlockend. Immerhin ist die Bank of Scotland eine Traditionsbank, die bis heute das Recht hat, Banknoten auszugeben. Wer kann schon behaupten, bei einer solchen Bank ein Konto zu unterhalten?

Aber Spass beiseite: Aus Image Gründen sollte man nicht unbedingt sein Kreditinstitut auswählen (ausgenommen Firmen natürlich). Die Bank of Scotland bietet ein klassisches Tagesgeldkonto ohne wenn und aber - und einen sehr hohen Zinssatz von 4,5 Prozent. Nachteilig erweist sich die britische Einlagensicherung: Diese ist zwar durchaus seriös, aber in der Praxis dürfte die Abwicklung mit einer ausländischen Einlagensicherung für den deutschen Sparer dennoch mehr Arbeit bedeuten.

Ich meine daher: Ein Vergleich in der Zinsübersicht offenbart, dass es noch deutsche Institute gibt, die genauso viel oder gar mehr bieten. Die Volkswagen Bank bietet 5,0 Prozent Zinsen und die Mercedes-Benz Bank 4,5 Prozent Zinsen.


Mehr Informationen
Tagesgeldkonto der Bank of Scotland





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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#2 von Webmaster , 30.07.2009 20:45

Ich warne vor einer Geldanlage bei einer englischen Bank:
http://www.tagesgeldkonto.de/england-vor-dem-abgrund.htm

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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#3 von Alan , 31.07.2009 18:13

Da möchte ich auch noch etwas grundsätzliches beisteuern:

Wie wir alle gesehen haben und einige auch leidlich erfahren mussten, können nicht nur Firmen und Banken, sondern auch Staaten bankrott gehen. Wer sein Geld in einem solchen Fall dort angelegt hat, der braucht zumindest einen langen Atem, wenn er denn überhaupt etwas wiedersieht.

Ich würde mein Geld momentan keinem ausländischen Institut anvertrauen. Nicht, weil dort die Gefahr zu hoch sei. Auch Deutschland befindet sich in der Gefahr eines Staatsbankrotts, sondern weil es im Fall der Fälle immer noch einen Ansprechpartner gibt, mit dem ich mich in meiner Muttersprache unterhalten kann. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren.

Gruß,

Alan

(der im Sommer seine paar Kröten zum Großteil ausgegeben hat)

 
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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#4 von Woga , 05.08.2009 22:35

> Alan (der im Sommer seine paar Kröten zum Großteil ausgegeben hat)

Hast du Urlaub gemacht, eine neue Freundin, oder Aktien/Aktienfonds gekauft?

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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#5 von ChristopherW , 21.08.2009 09:33

Ich bin ein Kunde der Bank of Scotland. Ich bin mit meinem Tagesgeldkonto (http://www.bankofscotland.de/magnoliaPub...ochureware.html) dort sehr zufrieden. Klappt alles ohne Probleme. Einzig, dass der Zins schon wieder gesunken ist, ist ein Nachteil. Aber das ist zur Zeut ja bei allen Banken zu beobachten...

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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#6 von Hein T , 02.09.2009 16:51

Ich bin ebenfalls seit einem Jahr Kunde der Bank of Scottland und kann die Panikmache "England vor dem Abgrund " nicht verstehen. Der dort angebotene Artikel stellt eine absolute Minderheitenmeinung dar und scheint mir nicht fundiert genug begründet. Ähnliche Aussagen ließen sich über fast alle europäischen Länder aufstellen.

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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#7 von Christoph Schmitt , 08.09.2009 21:41

Natürlich ist die Staatsverschuldung in anderen europäischen Ländern genauso dramatisch (darunter auch Deutschland!). Mit einem kleinen Unterschied: England besitzt nicht den Euro, sondern Pfund. Erinnern wir uns an Island: Ursache der Krise waren Wetten von Hedge Fonds gegen die isländische Krone, die diese zum Absturz brachten und es den isländischen Banken unmöglich machte, ihre Euro-Auslandsschulden zu bedienen. Vor diesem Hintergrund betrachte ich eine Anlage in England als alles andere als sicher.

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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#8 von Webmaster , 20.09.2009 09:43

Nach Berechnungen der Brüsseler Kommission wird die Verschuldung Großbritanniens über 180 Prozent der Wirtschaftsleistung in 2020 betragen:
http://www.tagesgeldkonto.de/eu-verschuldung.htm

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RE: Bank of Scotland umwirbt deutsche Sparer

#9 von Entchen25 , 04.08.2010 13:36

Ich bin auch Kunde bei der Bank of Scotland, aber aktuell bittet die GE Capital Direkt einen Zins von 2,25 % an.

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Lichtblick am Ende des Tunnels? 2,25 % Zinsen p.a.!
Empfehlung für Tagesgeld?