monatliche Zinsgutschrift

#1 von kahlscher , 01.09.2008 10:56

Hallo, habe als absoluter Finanzlaie mal eine Frage in Punkto Zinsgutschriften.

Eine Bank bietet beim Tagesgeld eine monatliche Zinsgutschrift auf den Anlagebetrag.
Ist das von Vorteil gegenüber einer viertel-, o. jährlichen Gutschrift, da ja die Zinsen der mon. Abrechnung immer wieder den Anlagebetrag und damit die neunen Zinsen erhöhen? Oder funktioniert das anders.

vielen Dank für Hilfe.

Peter Kahle

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#2 von Alan , 01.09.2008 23:56

Hallo kahlscher,

herzlich Willkommen im Forum!

Zu deiner Frage: die monatliche Zinsgutschrift schafft einen höheren Zinseszinseffekt und somit eine höhere Rendite als eine vierteljährliche oder gar nur jährliche Zinsgutschrift. Allerdings ist der Effekt relativ gering. Ein kleines Rechenbeispiel:

Zinssatz: 5% pro Jahr (pa)
Anlagebetrag: 1.000 Euro
Bei jährlicher Zinsgutschrift beträgt der Zins 50 Euro, die Rendite also 5%.
Bei vierteljährlicher Zinsgutschrift beträgt der Zins 50,95 Euro, die Rendite also 5,095%
Bei monatlicher Zinsgutschrift beträgt der Zins 51,16 Euro, die Rendite also 5,116%

Wie du siehst, bringt die monatliche Zinsgutschrift schon einen Vorteil, allerdings ist dieser relativ gering.

Ich hoffe ich konnte dir erstmal weiterhelfen. Solltest du noch Fragen haben, dann hau in die Tasten!

Viele Grüße,

Alan

 
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#3 von kahlscher , 02.09.2008 14:11

Hallo Alan,

ja vielen Dank erstmal.
Die Mercedesbank bietet 4 % monatlich verzinst beim Tagesgeldkonto, aber andere 5 % vierteljährlich.
Oder doch lieber die BMW Bank mit 5,1 % jährlich beim Festgeldsparen. Deshalb war jetzt meine Überlegung, wohin am besten mit 5000 Euro.
Eine rechnerei ist das

Gruß

Peter

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#4 von Alan , 02.09.2008 14:31

Man muss eigentlich nicht viel rumrechnen. Der Unterschied zwischen monatlicher und jährlicher Zinsgutschrift macht rund 0,1% Rendite aus, also ist fast vernachlässigbar.

Gruß,

Alan

 
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#5 von Tommy , 03.09.2008 07:56

Wobei natürlich bei der Überlegung "Tagesgeld oder Festgeld" wie immer zu beachten ist, dass bei 12 Monaten Festgeld das Geld erstmal dem eigenen Zugriff entzogen ist. Manche Banken bieten zwar ein vorheriges auflösen des Kontos entweder ganz oder teilweise an, die (Straf-) Zinsabschläge sind aber so gewaltig, dass man am Ende vielleicht 1-2% Rendite über behält.


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#6 von kahlscher , 03.09.2008 09:09

nun, meine Frage ging noch einmal zur Berechnung der Renditehöhe, was günstiger wäre. Wenn eine Bank monatlich abrechnet u. 4 % verzinst oder eine vierteljährliche Abrechnung zu 5 %?

Gruß
Peter

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#7 von Tommy , 03.09.2008 09:24

Na ganz klar 5% und vierteljährliche Zinsen.


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#8 von Alan , 03.09.2008 10:34

Jupp, ganz klar die 5%. Ich hatte bei deinem zweiten Posting, kahlscher, überlesen, dass du zwischen Festgeld und Tagesgeld schwankst. Wenn du das Geld entbehren kannst, dann nimm ein gutes Festgeldangebot. Ansonsten sind auch die momentanen Zinssätze für Tagesgeldkonten sehr ordentlich, aber die können sich halt in den meisten Fällen täglich ändern. Beim Festgeld weisst du schon vorher, was hinten als Rendite rauskommt, beim reinen Tagesgeld (also ohne Zinsbindung) nicht.
Gruß,

Alan

 
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#9 von kahlscher , 03.09.2008 10:45

ja gut, alles klar.
Nur noch eine winzige Nachfrage.
Zählen generell die Tage des Anlagezeitraums bei beiden varianten?
Bei mon. Verzinsung, wenn das Geld zum Bsp. 27 Tage auf dem Konto lag, werden 27 Tage nach 1 Monat berechnet und verzinst

Wie ist das bei vierteljährl. Verzinsung. Hebe ich schon nach 35 Tagen das Geld wieder ab, gibt es ja nach 3 Monaten auch keine Zinsen, oder doch für die 35 Tage?

Wie gesagt, bin absoluter Laie, deshalb diese Anfängerfragen.

Gruß

Peter

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#10 von Tommy , 03.09.2008 12:37

Das Tagesgeld wird täglich verzinst. Wenn das Geld bei jährlicher Verzinsung 3 von 12 Monaten auf dem Konto liegt, bekommst Du für 3 Monate taggenau Zinsen. Man verliert also nicht seinen Zinsanspruch, weil man Geld teilweise oder ganz vor Ablauf des Fälligkeitsdatum der Zinsen abhebt.


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#11 von Alan , 03.09.2008 13:49

Genau so ist es beim Tagesgeld. Ein kleines Beispiel um es zu verdeutlichen:

Anlagesumme: 1000 Euro
Zinssatz: 5%pa

Der tägliche Zinssatz beträgt dann 5% : 360 (für 360 Tage) = 0,01388889%. Du bekommst dann also für jeden Tag in diesem Beispiel 13,89 Cent als Zins. (Rechnung dazu: 1.000 (Anlagesumme) x 1,0001388889 (täglicher Zinssatz)).

Bleibt das Geld jetzt durchgehend beispielsweise 40 Tage auf dem Konto, so erhälst du 40 x 13,89 Cent = 5,56 Euro an Zinsen.

Gruß,

Alan

 
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#12 von kahlscher , 05.09.2008 14:26

vielen Dank an alle für die Hilfe, nun sehe ich etwas klarer.

Gruß

Peter

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#13 von Alan , 06.09.2008 15:04

Gern geschehen! Wenn du dich dann für eine Anlage entschieden hast, wäre es sehr schön, wenn du uns deine Erfahrungen dann auch posten würdest! Gruß,

Alan

 
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1822direkt hebt maximalen Anlagebetrag quasi auf
Postbank mit 5,00 % auf Tagesgeld