Opfern von Online-Betrügern trifft uU. Mitverschulden !

#1 von Alan , 24.01.2008 22:14

Das Landgericht Köln hatte sich mit einem Online-Betrug zu befassen. Ganz grob gesagt ging es darum, dass dem Nutzer des Online-Bankings ein Schaden entstanden ist und die Frage zu klären war, ob und vor allem wann den Nutzer des Online-Bankings ein Mitverschulden zur Last fällt. Das LG Köln hat in einer Entscheidung (Aktenzeichen 9 S 195/07) nun die Anforderungen genannt, die man als Nutzer des Online-Bankings erfüllen muss, um bei einem Betrug nicht Mitverschulden zu tragen.

Das muss getan werden:
1. Aktuelle Virenschutzsoftware
2. Aktuelle Firewall
3. Regelmäßige Sicherheitsupdates für Betriebssystems und Anwendungen
4. Warnungen der Banken beachten
5. PIN und TAN niemals nach Aufforderung per Telefon oder Mail preisgeben
6. Erkennen von "falschen" Homepages und E-Mails (z.B. an Hand sprachlicher Ungenauigkeiten, fehlender Verschlüsselung, falscher Webadresse)


Weitergehende Sicherheitsvorkehrungen seien jedoch nicht vom Anwender zu verlangen.

Ich persönlich finde, dass die Punkte 1 bis 5 eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Bei Punkt 6 allerdings muss man immer folgendes beachten: die gefälschten Homepages werden immer besser und lassen sich nur noch sehr schwer oder gar nicht von den Originalen unterscheiden. In diesem Falle dürfte dann jedoch auch kein Mitverschulden anzunehmen sein, wenn die Chance fehlt, Original und Fälschung erkennen zu können.

Viele Grüße,

Alan

 
Alan
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