Geld anlegen im Ausland

#1 von Frog , 05.03.2004 11:35

Hallo

Hab bez. des Themas ein wenig Infobedarf.
Deshalb meine Frage: Kennt sich jemand hier mit Geldanlagen im Ausland aus? Ich meine vor allem ganz "Geldanlagen", wie z.B. Sparbücher, Tagesgeldkonton, Festgeldanlagen.
Habe heute morgen in der Zeitung gelesen, daß in England der Leitzins z.Zeit 4% beträgt und bin dadurch eigentlich erst auf die Idee gekommen.
Wie sieht es in England mit dem Einlagenschutz aus?
Kennt jemand links zu englischen Banken?
Hat jemand Erfahrung mit Geldanlagen im Ausland?

Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar.


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Geld anlegen im Ausland

#2 von Webmaster , 10.03.2004 10:58

Die wichtigsten Einlageninstitute im Vereinigten Königreich sind Banken und Building Societies. Banken müssen über eine entsprechende Zulassung verfügen. Die Bank of England (Anschrift siehe unten) gibt in regelmäßigen Abständen ein Verzeichnis der Banken heraus, die nach dem Banking Act von 1987 zum Einlagengeschäft zugelassen sind. Building Societies müssen nach dem Building Societies Act von 1986 zugelassen sein. Ob dies der Fall ist, kann bei der Building Societies Commission (Anschrift siehe unten) erfragt werden. Die Tatsache, dass eine Bank im Verzeichnis der Bank of England aufgeführt ist, bedeutet nicht, dass diese oder der Staat für sie bürgen. Auch die Building Societies verfügen nicht über eine solche Garantie. Zwar gibt es amtlich anerkannte Einrichtungen zur Entschädigung von Einlegern insolventer Banken und Building Societies, doch decken diese nur einen Teil der potentiellen Verluste der Einleger ab.
Geregelt wird der Einlagenschutz durch den Banking Act von 1987 in der durch die Credit Institutions (Protection of Depositors) Regulations von 1995 geänderten Fassung. Hiermit wurde die Richtlinie 94/19/EG "über Einlagensicherungssysteme" in britisches Recht umgesetzt. Der von den Banken finanzierte "Deposit Protection Fund" erstattet Einlegern 90 % ihrer Einlagen bis zu einem Höchstbetrag von 18.000 £ pro Einleger. Die Building Societies unterhalten einen eigenen Sicherungsfonds, für den allerdings dieselben Höchstgrenzen gelten wie für die Banken.

Nachstehend die wichtigsten Regelungen des UK Deposit Protection Scheme (DPS):

Der Schutz je Einleger beträgt 90 % von 20.000 £ (bzw. 22.222 Euro, falls dieser Betrag höher ist).
Der Schutz gilt für Einlagen, die auf Währungen der EWR-Mitgliedstaaten (EWR: Europäischer Wirtschaftsraum) oder auf Euro lauten. Einlagen bei Niederlassungen von Banken, die ihren Hauptsitz im Vereinigten Königreich unterhalten, sind im gesamten EWR geschützt.
Für Einlagen, die im Vereinigten Königreich bei Zweigstellen von Banken aus anderen EWR-Mitgliedstaaten unterhalten werden, gilt das Einlagensicherungssystem des Herkunftslands.
Zweigstellen von Banken aus anderen EWR-Ländern können sich zusätzlich dem Sicherungssystem des Aufnahmelandes anschließen, wenn dieses einen höheren oder weiterreichenden Schutz bietet.
Die Entschädigung, die das Sicherungssystem eines Herkunftslandes an die Einleger von Zweigstellen einer Bank aus einem anderen EWR-Staat zahlt, darf die im Rahmen des Sicherungssystems des Aufnahmemitgliedstaats vorgesehene Entschädigung nicht übersteigen (Obergrenze für den "Export" von Sicherungsleistungen).
Einlagen bei Zweigstellen von Banken aus nicht zum EWR gehörenden Ländern sind durch das DPS gesichert, es sei denn, der Deposit Protection Board hat sich davon überzeugt, dass das Einlagensicherungssystem des Herkunftslandes in jeder Hinsicht mindestens einen gleichwertigen Schutz bietet wie das DPS. In diesem Fall kann die Zweigstelle aus dem DPS austreten.
Einlagen von Kreditinstituten (im Vereinigten Königreich zugelassenen Instituten und Zweigstellen von Instituten, die in einem anderen EWR-Mitgliedstaat zugelassen wurden) sowie von Finanzinstituten und Versicherungsunternehmen sind von der Sicherung ausgeschlossen. Einlagen, die zum Eigenkapital einer Bank gehören, sind ebenfalls von der Sicherung ausgenommen.
Banken müssen in den Informationsunterlagen, die vorhandene und angehende Einleger im normalen Geschäftsablauf erhalten, in einem Absatz auch auf den Einlegerschutz eingehen. Auf Anfrage müssen sie eine Zusammenfassung der Einlagenschutzbestimmungen zur Verfügung stellen, in der auch die Entschädigungsverfahren erläutert werden.
Deposit Protection Board

Wird eine dem DPS angeschlossene Bank zahlungsunfähig, so teilt der Deposit Protection Board den Kunden schriftlich mit, wie und wann sie eine Entschädigung beantragen können; in allen anderen Fällen dürften die Kunden von der Einrichtung verständigt werden, die für die Sicherung ihrer Einlage zuständig ist. Im Zweifelsfall können sich die Kunden an den Deposit Protection Board wenden.

Quelle: EU-Kommision, Stand: 2000


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Geld anlegen im Ausland

#3 von Webmaster , 10.03.2004 11:00

Hallo Frog,

um Deinen Informationsbedarf betreffend englische Banken zu decken, kann ich Dir leider auch nicht helfen :-(
Ich hoffe jedoch, Du bist nun über die Einlagensicherung etwas aufgeklärter.

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www.tagesgeldkonto.de


P.S.: Sorry, dass die Antwort solange gedauert hat.


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