Griechenland und der Euro

#1 von Alan , 25.03.2010 10:21

Ich möchte mal ein knappes Statement zum Thema Griechenland und Euro abgeben:

Wer in den vergangenen Wochen auch nur einmal die Nachrichten verfolgt hat, der kam um das Thema nicht herum: Griechenland ist überschuldet. Nun sind die Griechen ebenfalls Mitglied beim Euro (die mit der Eule auf der Rückseite) und erst dadurch wird die Sache für Deutschland so richtig interessant: andere EU-Mitgliedsstaaten wie Ungarn und Litauen hatten vor kurzem ebenfalls finazielle Probleme, doch da wurde kaum darüber berichtet, schließlich ist der Euro davon nicht betroffen. Nun wird die eigene Währung weicher (im Vergleich zum US-Dollar beispielsweise) und schon denkt Brüssel über direkte Finanzhilfen nach. Oder zumindest über etwa sin der Art, denn eigentlich verbieten die EU-Verträge solche Zahlungen unter Mitgliedsstaaten, aber wer wird denn so kleinlich sein.

Warum nun sollten wir den Griechen helfen? Weil sie sich mit Bilanzfälschung zum Euro gemogelt haben? Weil sie früher als alle anderen EU-Staaten volle Renten auszahlen? Weil man so dufte griechisch essen gehen kann? Oder etwa damit der böse, böse IWF nicht helfen darf? Und warum soll das mit deutschen Steuergeldern geschehen?

Vergleichen wir doch mal Griechenland mit Bodo. Bodo ist ein feiner Kerl, aber leider arbeitslos. Damit er aber seinen bisherigen Lebensstil beibehalten kann (das dicke Auto und das schöne Haus), bescheisst er das Amt und bekommt so mehr Arbeitslosengeld. Dummerweise kommt er trotzdem mit dem Geld nicht aus, weshalb er wenige Jahre später Privatinsolvenz anmelden muss. Dabei fliegt sein früherer Beschiss auf. Was wird Bodo geschehen? Wird er vom Amt Verständnis erwarten können? Wird er jetzt mehr Geld bekommen? Wird man ihn zum systemwichtigen Bestandteil der Arbeitslosen erklären?

Deshalb mit Nachdruck: Kein Geld für Griechenland!

Gruß,

Alan

 
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RE: Griechenland und der Euro

#2 von Webmaster , 01.04.2010 11:02

Lieber Alan,

ich stimme Dir 100%ig zu.

Allerdings sollten wir bei der ganzen Griechenland Diskussion nicht aus dem Auge verlieren, dass Griechenland weder Ursache der Krise noch das eigentliche Problem unser jetzigen Situation ist.
Es gibt viele Staaten, deren Verschuldung dramatischer ist als Griechenland (z.B. England).

Die Griechenland Debatte hat meiner Meinung nach vom eigentlichen Problem abgelenkt.

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RE: Griechenland und der Euro

#3 von Alan , 09.04.2010 16:45

Ja, es gibt Staaten die nicht weniger verschuldet sind. Aber Griechenland wäre auch ohne die Finanzkrise ins trudeln geraten, denn die Probleme in Griechenland sind hausgemacht, die Finanzkrise hat nur beschleunigt, was nicht aufzuhalten war oder ist.

Was mich allerdings so richtig nervt, ist das nun wieder die Boten ausschwärmen und Gutwettermachen für Griechenlandhilfe.

Heute im Spiegel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...,688091,00.html

Der Vorwurf: wer Griechenland nicht hilft, hat aus der Pleite von Lehmann Brothers nichts gelernt.
Die Wahrheit ist das Gegenteil! Es war ein furchtbarer Fehler, überhaupt Banken zu retten! Dieser Freifahrschein wurde ausgeteilt und nun wird er genutzt, gnadenlos und ohne Rücksicht. Lasst sie doch Bankrott gehen, schmeißt sie raus aus dem Euro!

Von einem studierten Politologen und Unternehmensberater erwarte ich solchen Kokolores, aber muss man das auch noch drucken?

Zu wütend um zu grüßen,

Alan

 
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RE: Griechenland und der Euro

#4 von douguth167 , 28.06.2011 10:24

Und aktuell geht`s ja in die nächste Runde. Ich denke, irgendwann muss ein Schlussstrich gezogen werden, sonst zieht das den ganzen Euro so richtig mit runter und damit auch die Euroregion. Ich bezweifele, dass diese wirtschaftliche Solidarität angebracht ist. Letztlich steht Europa für jeden gerade, der nicht gut wirtschaftet. Das ist keine gute Tendenz...

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RE: Griechenland und der Euro

#5 von Entchen25 , 06.07.2011 13:23

Ich bin echt mal gespannt wo das alles noch hinführt!

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RE: Griechenland und der Euro

#6 von Hoatio , 29.08.2011 07:05

LIebe Freunde
Die EU ist eine Gemeinschaft, da muss man jedem Mitglied helfen. Der EURO kann nur überleben, wenn kein Mitglied im Stich gelassen wird.
Der EURO wird sich bald auch Leitwährung werden, eventuell noch der YEN und der Dollar. Der Euro kann und darf nicht untergehen, denn dann wäre auch die politische Union in Gefahr. Wer eine gemeinsame Währung hat schiesst nicht aufeinander.


Sollten Sie meine unmassgebliche Meinung nicht teilen, dann geben Sie mir doch bitte wenigstens ein nettes Feedback
All the best
H

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RE: Griechenland und der Euro

#7 von Alan , 08.09.2011 12:26

Dann sollte aber die Frage gestellt werden, wer hier wen im Stich gelassen hat:

Wer hat seine Angaben im großen Stil frisiert, um überhaupt den Euro zu bekommen? DIE GRIECHEN
Wer beschließt im Parlament Sparbeschlüsse und weist die Verwaltung an, sie nicht umzusetzen? DIE GRIECHEN
Wer bekommt Hilfsgelder und kauft davon Gold? DIE GRIECHEN

Mir reichts mit dren Regierung schon lange. Raus sage ich, raus aus dem Euro und von mir aus auch aus der EU. Sollen Sie sich ihren Lebensstandard bitte von jemand anders bezahlen lassen.

Und dieses: der Euro darf nicht sterben, weil dann zerbricht die Europäische Union kann ich auch nicht mehr hören! Wer wollte denn diese ganze Brüssel-Bürokratie? Haben wir Deutschen auch nur ein einziges Mal über den Euro, die EU oder die Kompetenzverlagerung von Bonn/Berlin nach Brüssel abstimmen dürfen? Ist es nicht mehr das Volk, von dem alle Staatsgewalt ausgeht? Ist es jetzt Frau Merkel und Herr Ackermann, die über die Eigenständigkeit Deutschlands erscheinen?

Versteht mich nicht falsch: ich finde die EU wichtig und richtig, aber man sollte die Staaten nicht in ein europäisches Korsett zwingen, nur weil die Banken und Hedgefonds dieser Welt es gerne so haben wollen.

Gruß,

Alan

 
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RE: Griechenland und der Euro

#8 von Margitta , 29.09.2014 16:35

Zitat
Die Griechenland Debatte hat meiner Meinung nach vom eigentlichen Problem abgelenkt.



Das denke ich auch. Nächstes Jahr möchte Deutschland die schwarze Null, d.h. das erste MAl seit Ende der 70er Jahre sich einmal nicht verschulden!!! Da muss man mal die Dimensionen sehen. Wie werden wir es wohl schaffen, mal die Schulden abzubauen???


Nichts muss so sein, nur weil es immer so gewesen ist.

 
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RE: Griechenland und der Euro

#9 von Ottokar , 20.03.2015 16:12

Ich finde es auch erstaunlich, wie schnell in Deutschland die Aufmerksamkeit von der Schuldenkrise und einem überheblichen griech. Finanzminister durch ein "Fake"-Video abgelenkt wird.
Man tauscht sich eben doch liber darüber aus, ob der Herr Varoufakis nun den Mittelfinger gezeigt hat oder nicht. Dabei ist das Aufregervideo eh von 2010. Aber anscheinend möchte sich niemand ernsthaft mit der Griechenlandmisere auseinandersetzen. Schade schade...

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RE: Griechenland und der Euro

#10 von Dreimaldrei , 07.09.2015 17:46

Also ich hoffe sehr, dass sich der turbel um die schuldenkrise endlich ein bisschen legt.

 
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