Es klingt altmodisch, aber ich möchte hier ein Modell skizzieren, wie man legal ein Nummerkonto mit sehr wenig Aufwand in Österreich eröffnen kann. Ich möchte dieses Modell skizzieren, weil es Menschen gibt, die das Bedürfnis nach Anonymität haben. Dieses Modell soll keine Anleitung zur Steuerhinterziehung sein. Im Gegenteil: Ich warne ausdrücklich davor, Steuern zu hinterziehen. In diesem von mir skizzierten Modell findet nach jetziger Rechtslage nach meiner Auffassung keine Steuerhinterziehung statt.
Grundlage des Modells ist das Angebot eines Nummernkontos der "Direkt Anlage Österreich", ein Brand des Bankhaus Jungholz:
http://www.daoe.at/leistungen/nummernkonto.html
Es ist also möglich, bequem von zu Hause aus ein Konto zu eröffnen. Die Legitimation des Kontoeröffners geschieht durch das Post Ident Verfahren, wie man es bereits von deutschen Onlinekontoeröffnungen kennt. Das Nummernkonto bietet den Vorteil, dass die Identität des Kunden nicht in einem EDV System gespeichert wird. Ebenso ist es möglich, sich die Kontoauszüge und Wertpapierabrechnungen online abzuholen, also auf einen Postversand zu verzichten.
Im nächsten Schritt, nachdem also Konto + Depot eröffnet sind, stattet man einer Partnerfiliale der Direkt Anlage Österreich einen Besuch ab: In Jungholz zahlt man beispielsweise 9.000 EUR bar ein.
Dieses Geld wird unmittelbar dazu verwendet, ein Edelmetall Zertifikat zu kaufen. Dieses wirft keine Zinsen oder Dividenden ab, die etwa steuerpflichtig wären. Es bildet lediglich den Preis des jeweiligen Edelmetalls ab und hat kein Laufzeitende. Das Zertifikat stammt aus der Schweiz und ist mit echtem Gold hinterlegt.
Wozu das Ganze?
Edelmetalle wie Gold & Silber werden immer beliebter. Es ist jedoch nicht gerade sicher, sich einen Goldbarren zu Hause zu deponieren. Auch ist es nicht sicher, Edelmetalle bei seiner örtlichen Bank im Safe zu deponieren: Man stelle sich vor, die Zeiten werden härter - und sie werden härter: Der Gesetzgeber kann Banken von heute auf morgen schliessen und man kommt nicht mehr an den gemieteten Safe ran. Wo also Gold deponieren? Bei seinem deutschen Institut kann man natürlich auch ein solches Zertifikat kaufen - aber anonym ist man nicht.
In dem skizzierten Modell ist Anonymität gewahrt. Gold wirft keine Zinsen ab. Somit gibt es auch nichts, was man in der Steuererklärung zu versteuern hätte. Das perfekte Backup Modell? Was meinen Sie dazu? Ich bin auf Ihre Meinungen gespannt!
Christoph Schmitt
