Das perfekte Nummernkonto (?)

#1 von Christoph Schmitt , 15.11.2010 22:21

Es klingt altmodisch, aber ich möchte hier ein Modell skizzieren, wie man legal ein Nummerkonto mit sehr wenig Aufwand in Österreich eröffnen kann. Ich möchte dieses Modell skizzieren, weil es Menschen gibt, die das Bedürfnis nach Anonymität haben. Dieses Modell soll keine Anleitung zur Steuerhinterziehung sein. Im Gegenteil: Ich warne ausdrücklich davor, Steuern zu hinterziehen. In diesem von mir skizzierten Modell findet nach jetziger Rechtslage nach meiner Auffassung keine Steuerhinterziehung statt.

Grundlage des Modells ist das Angebot eines Nummernkontos der "Direkt Anlage Österreich", ein Brand des Bankhaus Jungholz:
http://www.daoe.at/leistungen/nummernkonto.html

Es ist also möglich, bequem von zu Hause aus ein Konto zu eröffnen. Die Legitimation des Kontoeröffners geschieht durch das Post Ident Verfahren, wie man es bereits von deutschen Onlinekontoeröffnungen kennt. Das Nummernkonto bietet den Vorteil, dass die Identität des Kunden nicht in einem EDV System gespeichert wird. Ebenso ist es möglich, sich die Kontoauszüge und Wertpapierabrechnungen online abzuholen, also auf einen Postversand zu verzichten.

Im nächsten Schritt, nachdem also Konto + Depot eröffnet sind, stattet man einer Partnerfiliale der Direkt Anlage Österreich einen Besuch ab: In Jungholz zahlt man beispielsweise 9.000 EUR bar ein.

Dieses Geld wird unmittelbar dazu verwendet, ein Edelmetall Zertifikat zu kaufen. Dieses wirft keine Zinsen oder Dividenden ab, die etwa steuerpflichtig wären. Es bildet lediglich den Preis des jeweiligen Edelmetalls ab und hat kein Laufzeitende. Das Zertifikat stammt aus der Schweiz und ist mit echtem Gold hinterlegt.

Wozu das Ganze?
Edelmetalle wie Gold & Silber werden immer beliebter. Es ist jedoch nicht gerade sicher, sich einen Goldbarren zu Hause zu deponieren. Auch ist es nicht sicher, Edelmetalle bei seiner örtlichen Bank im Safe zu deponieren: Man stelle sich vor, die Zeiten werden härter - und sie werden härter: Der Gesetzgeber kann Banken von heute auf morgen schliessen und man kommt nicht mehr an den gemieteten Safe ran. Wo also Gold deponieren? Bei seinem deutschen Institut kann man natürlich auch ein solches Zertifikat kaufen - aber anonym ist man nicht.

In dem skizzierten Modell ist Anonymität gewahrt. Gold wirft keine Zinsen ab. Somit gibt es auch nichts, was man in der Steuererklärung zu versteuern hätte. Das perfekte Backup Modell? Was meinen Sie dazu? Ich bin auf Ihre Meinungen gespannt!

Christoph Schmitt

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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#2 von Hoatio , 28.08.2011 11:11

Es dürfte relativ unbekannt sein, dass man in Österreich ein anonymes Konto nur mit einem Decknamen eröffnen kann. Besser als jedes NUmmernkonto!


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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#3 von Hoatio , 28.08.2011 11:15

Mein Vorschlag ist besser, da bei diesem Konto natürlich auch die KEST abzuführen ist und damit auch die Erbschaftssteuer abgegolten wird.
NIchts mit Postident, sondern hinfahren, Adresse erhalten Sie von mir und dort direkt beim Schalter eröffnen.
Steuerhinterziehung findet natürlich auch nicht statt, denn die KEST von 20% wird abgeführt.


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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#4 von Christoph Schmitt , 30.08.2011 14:49

Hallo, ich möchte bezweifeln, dass man ein Konto in Österreich unter einem Decknamen eröffnen kann. Eine Legitimation ist gesetzlich zwingend erforderlich. Gruss!

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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#5 von Hoatio , 01.09.2011 18:03

So wie ich es schrieb stimmt das schon. Lediglich dem "Bankbeamten" muss man sich wegen der Geldwäsche ausweisen. Diese Daten kennt aber nur die Bank. Das Konto wird im Datensystem anonym geführt! Das KOnto kann also "Micky maus" heissen und die Auszahlung findet nur unter diesem namen statt.


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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#6 von Hoatio , 01.09.2011 18:17

Lieber Forumsfreund,
also Edelmetalle würde ich mir nie anschaffen, ausser einem Notgroschen, denn die Zustände die Sie schildern, wird es nie mehr geben, wir leben in einer Demokratie.


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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#7 von Christoph Schmitt , 01.09.2011 22:21

Ihre Ausführungen zum Konto in Österreich sind demnach deckungsgleich mit meinen Ausführungen. Ob nun Nummernkonto oder Deckname - die Anonymität wird nach außen gewahrt. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass in beiden Fällen eine Auszahlung nur im Barfall anonym bleibt. Sobald eine Überweisung getätigt wird, entfällt die Anonymität, da dann der volle Name des legitimierten Kontoinhabers als Auftraggeber erscheint.

Inwieweit eine Demokratie eine Garantie dafür sein soll, dass die bestehende Rechtslage sich nicht ändern wird, erschließt sich mir nicht.

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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#8 von Alan , 08.09.2011 17:36

Die Idee hat aber einen Haken: auch Österreich kann ganz schnell die Rechtslage ändern und dann kommt man da auch nicht mehr an sein Geld/Edelmetall/Zertifikat usw. Insofern ist das kein Schutz vor einer Änderung der Rechtslage. Und Demokratie erst recht nicht...

Gruß,

Alan

 
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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#9 von Hoatio , 08.04.2012 18:10

Ich kann nur zustimmen LÖsung in A ist die Beste, allerdings muss man dort auch die Steuern bezahlen.


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RE: Das perfekte Nummernkonto (?)

#10 von Krumm , 18.03.2014 10:20

Nun, Steuern bezahlen gehört nun mal eben dazu....


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