Gesetzliche Einlagensicherung ab 01.01.11 bei 100.000 Euro

#1 von Tommy , 05.01.2011 08:42

Zumindest eine frohe Botschaft gibt es zu Jahresbeginn im Finanzsektor (nachdem es für die meisten dt. Arbeitnehmer weniger Netto vom Brutto hagelt, anders als versprochen). Die gesetzliche Einlagensicherung z.B. für Tages-und Festgelder ist EU-weit auf 100.000 Euro (bisher 50.000 Euro) angehoben und damit vereinheitlicht worden. Manche Staaten wie die Niederlande hatten die 100.000 Euro schon im Alleingang vorab beschlossen. Positiv ebenfalls, dass wenn was passiert die Banken die gesicherten Einlagen innerhalb von 30 Arbeitstagen auszahlen müssen. Man erinnere sich an die Kaupthing Bank, da ging das ja Monate bis Geld floß.

Bei den darüberhinaus gehenden Sicherungssystemen (Deutschland -> Einlagensicherungsfond deutscher Banken) besteht jedoch nach wie vor ein unheitliches System und insbesondere wenn man im EU Ausland mehr als die Grundsicherung anlegt, sollte man sich über die zusätzlichen Sicherungssysteme informieren.

Die salopp genannte "Merkel Garantie", die aus der Bankenkrise entstand und garantierte, dass im Falle einer (deutschen) Bankenpleite der Staat die Sparer entschädigt, ist damit nicht zu verwechseln. Zum einen ist diese Garantie nach wie vor nur ein Lippenbekenntnis (es gibt im Bundeshaushalt keinen Posten dafür) und zum zweiten gilt die nur für Bankenzusammenbrüche in Folge der Finanzkrise. Bankenpleiten wie die der Noa-Bank durch eigene Mißwirtschaft letztes Jahr fallen nicht darunter.


Tommy  
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